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Die Hauptfigur eines jeden Krieges ist die Zivilbevölkerung: wehrlos, leidet am meisten unter dem Krieg und hat die größten Schäden. In den Jahren 1943-1945 war Italien ein einziges großes Schlachtfeld. Das Gebiet - von Pantelleria bis Bozen - wurde vollständig vom Konflikt durchzogen. Die Bevölkerung lebte in der ständigen Angst vor Bombenangriffen, Deportationen und Plünderungen.

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In der Phase des faschistischen Krieges, von Juni 1940 bis September 1943, hatte die Zivilbevölkerung vor allem die Luftangriffe zu ertragen, die auch nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes anhielten. Die großen Städte des Südens wurden von den alliierten Bombenflugzeugen erbarmungslos getroffen. Daraus ergab sich eine hohe Opferzahl. Erst mit der deutschen Besatzung und dem Ausbruch des Bürgerkriegs erfasste das Drama alle: die Metropolen, die Kleinstädte, das Land, überall dort, wo der Krieg seinen Tribut an Blut und Leid forderte.

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Im Herbst 1943 war es die Bevölkerung Süditaliens, die unter der Gewalt der deutschen Truppen zu leiden hatte. Hinter der Front oder beim Rückzug entfesselte die Wehrmacht einen regelrechten Krieg gegen die Zivilbevölkerung, plünderte, deportierte und tötete wahllos, um den Alliierten „verbrannte Erde“ zu hinterlassen. Doch das Leid der Zivilbevölkerung hörte mit der Befreiung nicht auf. In der Ciociaria, zum Beispiel, gab sich die französische Expeditionstruppe Massenvergewaltigungen hin, an denen eine unbestimmte Anzahl von Frauen beteiligt war.

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Die Stabilisierung der Front entlang der Gustav-Linie hemmte die Gewalt nicht. Hinter der Front arbeiteten Zivilisten für die deutsche Wehrmacht als Zwangsarbeiter für den Bau von Schützengräben oder die Instandhaltung von Brücken und Straßen. Die zum Kriegsgebiet erklärten Gebiete wurden von den Deutschen evakuiert: die Bevölkerung war gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und notdürftige Unterkünfte zu finden. Manchmal waren ganze Dörfer zwischen den Linien eingeklemmt und ihre Bewohner waren gezwungen, in Höhlen zu leben.

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Mit dem Frühjahr 1944 verschärfte sich der Kampf zwischen Faschisten, Deutschen und Partisanen und damit auch die Razzien und Repressalien. Nach dem Zusammenbruch der Gustav-Linie, im Mai 1944, zogen sich die deutschen Truppen zurück und wendeten erneut die Taktik der verbrannten Erde an, indem sie die Gebiete verwüsteten, die sie durchquerten. Es wird der „Sommer des Blutes“ genannt, der vor allem in der Toskana zuschlägt. Die letzten Monate hinter der Gotenstellung waren von einer Eskalation des Bürgerkrieges und einer ständigen Verwilderung des Kampfes geprägt.

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Die großen Städte litten nicht nur unter den ständigen Bombardierungen der Alliierten, sondern wurden auch von faschistischen „Banden“ und der SS bedrängt. Diese wollten den Widerstand unterdrückten und gingen auf die Jagd nach Juden und Wehrdienstverweigerer, wobei sie die barbarischsten Methoden wie Folter und öffentliche Hinrichtungen anwandten.

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Diese Gewalt setzte sich bis zu den Tagen der Befreiung fort, mit den so genannten „Rückzugsmassakern“, welche Zivilisten trafen, die sich schon frei wähnten, und sogar darüber hinaus, sowohl bei den Zusammenstößen zwischen versprengten faschistischen Elementen und Partisanen in Durchkämmungsaktionen, als auch bei den Aktionen der Schnelljustiz gegen Exponenten des Faschismus im Sommer 1945.

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Sezione 7: Die zivilen Opfer
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